Jetzt unterstützen: EU-Bürger*innen-Initiative fordert ein Verbot biometrischer Massenüberwachung!

CCTV-NeinDanke/ Oktober 5, 2021/ alle Beiträge, Biometrie, Videoüberwachung/ 2Kommentare

Regierungen, Sicherheitsbehörden und Unternehmen können und werden Gesichtserkennung gegen alle Menschen einsetzen – basierend darauf wer wir sind und wie wir aussehen – wenn nicht rechtzeitig Gegenwehr einsetz. tDeshalb: Fordern auch Sie unseren öffentlichen Raum zurück durch ein Verbot biometrischer Massenüberwachung!

Mit diesem Aufruf sammelt die EU-Bürger*innen-Initiative Reclaim your face Unterschriften von Bürger*innen aus allen Mitgliedsstaaten der EU für die Forderung an die Europäische Kommission, den Einsatz biometrischer Technologien streng zu regeln, um jegliche unzulässige Eingriffe in die Grundrechte zu verhindern. Solche in die Privatsphäre eingreifenden Systeme dürfen weder entwickelt noch eingesetzt (auch nicht zu Testzwecken) oder von öffentlichen oder privaten Stellen genutzt werden, da sie zu unnötigen oder unverhältnismäßigen Eingriffen in die Grundrechte der Menschen führen können.

Biometrische Daten enthalten sensible Informationen über unseren Körper und unser individuelles Verhalten. So wird zum Beispiel unser Gesicht ausgemessen und abgespeichert, um uns in einer Menge von Menschen identifizieren zu können. Biometrische Überwachungsmaßnahmen betreffen allerdings nicht nur unser Gesicht, sie umfassen auch unsere Augen, Venen, Stimmen, die Art wie wir Gehen oder auf einer Tastatur tippen und viele weitere Merkmale.

Mit der Nutzung von Gesichtserkennungs-Technologien wird es nicht mehr möglich sein, sich anonym im öffentlichen Raum zu bewegen – ein massiver und nicht hinnehmbarer Eingriff in Grund- und Freiheitsrechte. Deshalb:

Unterzeichnen auch Sie hier die EU-Bürger*innen-Initiative für ein Verbot biometrischer Massenüberwachung!


Voraussetzungen für die Unterstützung einer Europäischen Bürgerinitiative:

  • Sie müssen EU-Bürger*in sein (d.h. die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes besitzen);
  • Sie müssen alt genug sein, um an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilzunehmen oder – in einigen Ländern – das 16. Lebensjahr vollendet haben.

2 Kommentare

  1. Zitat: “Mit der Nutzung von Gesichtserkennungs-Technologien wird es nicht mehr möglich sein, sich anonym im öffentlichen Raum zu bewegen – ein massiver und nicht hinnehmbarer Eingriff in Grund- und Freiheitsrechte”

    Es ist mittlerweile mehr als deutlich, dass hier eine globale Agenda durchgesetzt wird, in der Menschenrechte keine Rolle spielen. Bemerkenswert ist lediglich, dass hierbei eine Art Verschmelzung des privaten Sektors und der Staatsmacht stattfindet, in der Technologien zwischen legal und egal pendeln, sie aber letztendlich DOCH umgesetzt werden. Meist erfolgt dieser Schritt über den Aspekt der vermeintlichen Praktikabilität und natürlich dem Evergreen der “Sicherheit”.

    Ein gutes Beispiel findet sich im neuen Zahlungssystem von Amazon:
    https://www.youtube.com/watch?v=xH_SVNVIfzk

    Mit dem stetig ausweitenden Netz an Überwachungskameras ist es bereits problemlos möglich immer und überall ausfindig gemacht zu werden. Die legislative Dimension hierfür besteht ja bereits, da JEDER Betreiber von Kameras dem Staat jederzeit Zugang zu seinen Analgen bzw. Material ermöglichen muss. Dies ließe sich natürlich ausweiten auf direkte Einspeisung des Videostreams in ein zentralen Gesichterkennungsserver. Viel Einspruch werden Menschen dabei nicht haben, denn wie man an der neuen Pflicht zur Herausgabe von Fingerabdrücken im Personalausweis- oder der Pflicht zur Abgabe von DNA in China sieht, lässt sich früher oder später ALLES durchsetzen.

  2. DatenleckArgentinische Ausweisdaten im Netz

    Millionen von Menschen in Argentinien müssen ihre sensiblen Ausweisdaten einer zentralen Datenbank anvertrauen. Jetzt zeigt ein Leak, wie gefährlich das ist.
    19.10.2021 um 15:09 Uhr – Markus Reuter – in Datenschutz – keine Ergänzungen

    https://netzpolitik.org/2021/datenleck-argentinische-ausweisdaten-im-netz/

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