Wie schafft man ein Problemviertel? – Konferenz zum Bahnhofsviertel in Frankfurt am 27. / 28. Februar

CCTV-NeinDanke/ Februar 3, 2026/ alle Beiträge, Polizei und Geheimdienste (BRD), Veranstaltungen / Termine, Videoüberwachung, Videoüberwachung in der Region/ 0Kommentare

Das Frankfurter Bahnhofsviertel eignet sich bestens für Meinungs- und Stimmungsmache – vor allem im Wahlkampf. Politiker*innen und konservative Akteure nutzen das Viertel als Kulisse für ihre Profilierung – meist verbunden mit der Bezeichnung als „Problemviertel“ und der Forderung, dort „endlich aufzuräumen“. Hinter den so beschworenen Schreckbildern treten reale soziale Probleme und Konflikte oft in den Hintergrund.

Mitarbeiter*innen der Goethe-Universität, Gruppen wie Cop Watch Frankfurt, Doña Carmen e. V., Eine Stadt für alle! und Project Shelter laden gemeinsam mit Bewohner*innen des Bahnhofsviertels ein zu einer Konferenz „Wie schafft man ein Problemviertel?“

Die Konferenz fragt danach, wie ein „Problemviertel“ entsteht: durch welche sozialen Praktiken, politischen Entscheidungen und medialen Deutungsmuster urbane Räume als Orte der Gefahr, des Verfalls oder der Abweichung markiert werden. Ziel ist es, diese Prozesse nicht nur abstrakt zu analysieren, sondern konkret in ihren lokalen Ausprägungen zu erfassen.

Im Zentrum steht die Frage, wie das Bahnhofsviertel als „Problemviertel“ beständig (re-)produziert wird und welche Interessen, Machtverhältnisse und Regierungsweisen sich darin widerspiegeln. Gleichzeitig richtet die Konferenz den Blick auf alltägliche Akte des Widerstands, der Solidarität und der Möglichkeit, urbane Räume anders zu denken und zu gestalten.

Damit soll deutlich werden: Die Konflikte und Probleme, die das Bahnhofsviertel prägen, beschränken sich nicht auf dessen Straßenzüge – sie gehen uns alle an.

Mit Ausstellungen, Stadtführungen, Vorträgen und Workshops sollen die o. g. Entwicklungen in den Blick genommen werden. Die Konferenz findet statt in der ehemaligen Dondorf-Druckerei, Gabriel-Riesser-Weg 3 (Nähe U-Bahn-Station Bockenheimer Warte).

Im Rahmen der Konferenz wird die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main den Konferenzteilnehmer*innen und anderen Interessent*innen die Möglichkeit geben, an einer

Stadtführung zum Thema Videoüberwachung im Bahnhofsviertel

teilzunehmen. Beginn ist am Samstag 28.02.2028 um 14.15 Uhr. Treffpunkt ist das NiKa-Haus an der Ecke Niddastraßee / Karlstraße (Nähe Hauptbahnhof).


Die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main hat in den letzten Jahren zu Entwicklungen im Frankfurter Bahnhofsviertel, insbesondere zum Thema Videoüberwachung und polizeilichem Handeln, Berichte und Stellungnahmen veröffentlicht. Nachstehend eine Auswahl:

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