Rabatt für gesittetes Fahren

LKlaus/ September 30, 2016/ alle Beiträge/ 0Kommentare

In der Frankfurter Rundschau vom 30.09.2016 ist ein Artikel mit den Überschriften

Rabatt für gesittetes Fahren.

Der Kfz-Versicherer HUK-Coburg lockt junge Leute mit Telematik Tarifen.

zu lesen.

Dies muss Kommentiert werden.

Schon wieder wird mit unterschiedlichen Methoden versucht, an Daten der Datenbesitzer heran zu kommen. Dies soll freiwillig für Versicherte unter 25 Jahren erfolgen, und wird mit einem Rabatt von bis zu 30 Prozent auf den jährlichen Kfz-Versicherungsbetrag geködert. Dieser Sonder-Tarif hat die Bezeichnung „Smart Driver“. Er setzt voraus, dass die Versicherten sich in ihrem Auto eine Telematikbox installieren lassen. Von dieser Box sollen verschiedene Daten erfasst, gesammelt und ausgewertet werden. Mit dem Ziel das Fahrverhalten zu analysieren und zu verbessern. Die erfassten Daten sind: Ort, Zeit, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bremsen und Lenken.

Mit den gesammelten Fahrerdaten ist es möglich Bewegungsprofile anzufertigen.

Die HUK-Versicherung stellt dar, dies sei mit diesem System nicht vorgesehen und nicht möglich. Die von der Telematikbox aufgezeichneten Fahrdaten werden verschlüsselt an die eigens zu diesem Zweck gegründete HUK-COBURG Datenservices und Dienstleistungen GmbH (HDD GmbH) übermittelt.

Die HUK-COBURG als Kfz-Versicherung habe keinen Zugriff auf die Fahrdaten. Sie könne lediglich anhand der Gerätenummer die Daten der Fahrwerte dem jeweiligen Versicherungsvertrag zuordnen.

Dadurch soll gewährleistet sein, dass die Versicherung selbst keinerlei Rückschlüsse zum Beispiel auf Einzelfahrten oder konkret gefahrene Strecken ziehen kann. Umgekehrt ist es nicht möglich, dass die HDD GmbH Informationen zur Identität des Versicherungsnehmers oder des Fahrers erhält.

Die Teilnehmer an dem Smart Driver Programm können per App, die für Android und iOS kostenlos ist, auf ihre Fahrwerte zugreifen. Diese stehen passwortgeschützt im persönlichen Servicebereich auf der Seite huk.de zur Verfügung.

 

Vergleichbar mit den Gesundheitsdaten von den Fitness-Armbändern, werden hier die erfassten Daten an die Krankenkassen gesendet und ausgewertet. Die Versicherten, die diese Möglichkeit nutzen, können ggf. einen Bonus, in unterschiedlicher Form, erhalten.

Sorglos und unbedacht wird mit den eigenen Daten umgegangen. Bilder und Daten zur eigenen Person stehen im Netz, und damit allen anderen zur Verfügung.                                                                                                                                                         Rechtsansprüche zum eigenen Schutz, können von Gesetzen und Urteilen (z.B. das Volks-zählungsurteil, die informationelle Selbstbestimmung) abgeleitet werden, nur wenige tun dies.

Die Geschäftsmodelle Fitness-Armbänder oder Smart Driver Programm sind deshalb erfolgreich, weil damit eine Win-Win-Situation geschaffen wird. Gibst du mir deine Daten, erhälst du einen Bonus. Für wen es einen Vorteil oder ein größerer Vorteil sein wird, wird sich in der Zukunft herausstellen müssen.

 

 

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