Nein zur elektronischen (Zwangs-)Patientenakte ab Geburt…

Gesunde_daten/ Juni 25, 2021/ alle Beiträge, eGk - Telematik-Infrastruktur/ 0Kommentare

…sagt der Psychotherapeut Henning Heck von der Westfälischen Initiative zum Schutz von Patientendaten (WISPA) in einem Gespräch mit der Zeitung Westfälische Nachrichten.

Anlass für das Gespräch war die Veröffentlichung eines Gutachtens des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) unter dem Titel „Digitalisierung für Gesundheit – Ziele und Rahmenbedingungen eines dynamisch lernenden Gesundheitssystems“. Darin wird eine eine radikale Abkehr vom bisherigen Prinzip der Freiwilligkeit bei der Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) gefordert. Unsere Lösung heißt: Jeder Bürger bekommt bei Geburt oder Zuzug automatisch eine ePA, und er kann dann widersprechen. Dies äußerte Professor Dr. Ferdinand M. Gerlach, Vorsitzender des Sachverständigenrats, Ende März 2021 in einem Interview mit der ÄrzteZeitung.

Henning Heck setzt dem u. a. entgegen:

  • Wir fordern dezentrale Digitalisierung. Eine Professionalisierung der Vernetzung im Gesundheitswesen ist tatsächlich dringend erforderlich. Das ist katastrophal rückständig. Ich kann nicht Patientendaten per E-Mail verschicken, ohne eine Verschlüsselung einzubauen. Aber genau das geschieht regelmäßig.“
  • …man kann digitale Mittel nutzen. Aber mit Zustimmung des Patienten.“
  • Ich finde entscheidend, mit wem ich meine Daten teile. Und Patienten müssen mitentscheiden und nachvollziehen können, wer ihre Daten nutzen wird.“

Informationen über den Widerstand gegen die Telematik-Infrastruktur und die (Zwangs-)ePA – insbesondere unter Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen – finden Sie auch auf Twitter unter

#PatientendatenInGefahr!

 

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