datenschutzrheinmain/ Januar 19, 2019/ alle Beiträge, Volkszählung (Zensus / Mikrozensus)/ 1Kommentare

Roland Schäfer, freiberuflich als Datenschutzbeauftragter tätig und aktives Mitglied der Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main, wurde dieser Tage vom regionalen Internet-Magazin Merkurist.de zum Mikrozensus 2019 befragt.  Ein Auszug aus dem Bericht: “…die Fülle der Fragen kritisiert Schäfer. Er glaubt, dass dadurch die Anonymisierung nicht mehr gewährleistet ist. ‘Wenn ich zehn Fragen stelle, kann ich auf 1000 Menschen individualisieren’, rechnet er vor. Das heißt, wenn in Hessen 2019 75.000 Menschen erstmals befragt werden, sei schon bei 16 Ja/Nein Fragen eine Individualisierung möglich. Damit sei die Erhebung wenigstens teilweise nur noch pseudonymisiert und nicht anonymisiert. ‘Das ist also ein Gesetzesverstoß, weil darunter Datensätze nicht anonym sind.’ Schäfer spricht sich nicht prinzipiell gegen den Mikrozensus aus, er wisse, dass Statistiken als Entscheidungsgrundlage notwendig sind. ‘Ich bin nur erschrocken über den Datenhunger.'”

Mikrozensus 2019:

201 Fragen auf 62 Seiten an 60 000 Personen in 30 000 Haushalten in Hessen

Informationen darüber, was alles beim Mikrozensus 2019 erfragt wird, sind hier nachlesbar.

Das gilt immer noch!

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1 Kommentar

  1. Es ist Zeit, das aus der Zeit gefallene, absurde, kafkaeske Volksverhör, das verschleiernd “Mikrozensus” genannt wird, ersatzlos abzuschaffen. Es gibt schlichtweg keine guten Gründe dafür und ein Intimverhör Unschuldiger mit Zwangsgeld verstößt blatant gegen den ersten Artikel unseres Grundgesetzes … niemand braucht das.

    Für eine datensparsame und moderne Republik. Liebe Politiker und Verwaltung, wir sind Menschen, keine Laborratten. Mit uns kann man auf Augenhöhe reden!

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