Gratulation! – Otto-Brenner-Preis für den Journalisten Pitt von Bebenburg (Frankfurter Rundschau)

Transparenz/ November 24, 2021/ alle Beiträge, Hessische Landespolitik, Polizei und Geheimdienste (BRD)/ 1Kommentare

Quelle: Homepage der Otto-Brenner-Stiftung

Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis für kritischen Journalismus 2021 der Otto-Brenner-Stiftung erhielt im Oktober 2021Pitt von Bebenburg für eine Serie von exklusiven Recherchen, die er seit Juli 2020 in der Frankfurter Rundschau (FR) veröffentlicht hat.

Es war der FR-Redakteur, der die Dimensionen des „NSU 2.0“-Skandals um rechtsextreme Drohschreiben an meist prominente Frauen mit seiner Veröffentlichungsreihe aufgezeigt und nach Auffassung der Jury damit „etwas sehr Beachtliches“ geschaffen hat: Er deckte das Ausmaß der Drohungen auf, die von einem oder mehreren Neo-Nazis per Mail, per Fax, per SMS vor allem an Frauen verschickt wurden, unterzeichnet mit „NSU 2.0“, und recherchierte die damit verbundenen illegalen Datenabfragen bei der (hessischen) Polizei. Seine Artikel in der Frankfurter Rundschau führten dazu, dass personelle Konsequenzen gezogen wurden und sich die hessische Landespolitik und die Polizei zwei Jahre nach den ersten „NSU 2.0“-Drohungen endlich ernsthaft um einen substanziellen Kampf gegen rechtsextreme Umtriebe in den Sicherheitsbehörden bemühten. Nicht zuletzt die Berichterstattung von Pitt von Bebenburg, so die Jury, setzte die Verantwortlichen unter den notwendigen Handlungs-Druck: „Eine journalistische Leistung, die aller Ehren wert ist“. Hinzu kommt, dass ihm aus Sicht der Jury mit seiner intensiven Recherche „ebenso Fulminantes“ gelungen ist: Er habe sich nämlich „Differenzierung bewahrt und die Achtung vor demokratischen Institutionen“. Beides sind Phänomene, „die in unserer Zeit erschreckend rasch schwinden und dabei so wichtig im Kampf gegen rechts sind“, schreibt die Jury in der Begründung.

Quelle: Pressemitteilung der Otto-Brenner-Stiftung vom 15.10.2021

Unter anderen für folgende Artikel ist Pitt von Bebenburg ausgezeichnet worden:

1 Kommentar

  1. Landesdatenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein verklagt Staatsanwaltschaft – erneut

    Hat die Staatsanwaltschaft Kiel gegen den Datenschutz verstoßen? Davon ist die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein, Marit Hansen, überzeugt, denn sie hat die Staatsanwaltschaft Kiel persönlich auf Schadensersatz wegen Datenschutzverletzungen gemäß § 83 BDSG verklagt. Der Vorwurf lautet, die Staatsanwaltschaft Kiel habe schutzwürdige Inhalte aus der Ermittlungsakte eines Verfahrens gegen sie offenbart.

    https://www.datenschutz-notizen.de/landesdatenschutzbeauftragte-von-schleswig-holstein-verklagt-staatsanwaltschaft-erneut-3932263/

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