Schwerwiegende Datenpanne im Berufsgenossenschaftlichen Klinikum Boberg in Hamburg

Powidatschl/ März 7, 2021/ alle Beiträge, Patientenrechte / Patientendatenschutz/ 0Kommentare

Auch wenn es bisher nur von BILD Hamburg gemeldet wurde: Ein neuer Datenschutz-Skandal scheint sich im Berufsgenossenschaftlichen Klinikum Boberg in Hamburg ereignet zu haben.

Quelle: BILD 06.03.2021

In der Zeitung wird berichtet: Am 22. Januar informierte ein Mitarbeiter das Krankenhaus, dass ihm vier Tage zuvor sein Rucksack gestohlen worden sei. Darin befand sich ein dienstlicher USB-Stick. Darauf eine Excel-Tabelle mit Namen von Behandelten, der Fallnummer, der Station, dem Entlassungsdatum, der Diagnose oder Art der Versorgung.“

Nach dem Faksimile eines Briefs, den BILD veröffentlicht hat, scheint die Klinik die betroffenen Patient*innen über die Datenpanne informiert zu haben. Aus dem bei BILD veröffentlichten Schreiben gehen wesentliche Informationen zur Beurteilung der Problemlage aber nicht hervor, z. B.:

  • Warum nimmt ein Pfleger einen USB-Stick aus einer Klinik mit?
  • Sollte er den USB-Stick zu einem anderen Standort des Klinikums bringen?
  • Gab es – sofern überhaupt notwendig – keinen anderen Weg für einen Datentransfer von A nach B?
  • Waren die Daten auf den USB-Stick verschlüsselt?

Diese und andere Fragen wird die Klinikleitung gegenüber dem Hamburger Datenschutzbeauftragten beantworten müssen.

Wie in nahezu allen Fällen von Datenlecks und Datenpannen in deutschen Krankenhäusern: Auf der Homepage der BG Klinikum Hamburg gGmbH sind Antworten auf die o. g. Fragen nicht zu finden.

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