Mainova-Werbung: „Machen Sie Ihr Zuhause zum Smart Home – mit Mainova daheim“ – aber datenschutzrechtliche Auskünfte werden verweigert

Datenschutzrheinmain/ Dezember 10, 2015/ Regionales, Verbraucherdatenschutz/ 0Kommentare

mainovaQuelle: Kundenzeitschrift der Mainova

Ende Oktober / Anfang November 2015 wurden tausende von Mainova-Kunden per Mail und / oder Kundenzeitschrift über ein neues Angebot des regionalen Energieversorgers (Eigentümer: Stadt Frankfurt) informiert: Geräte, um das eigene Haus / die eigene Wohnung zum Smart Home zu machen. Unterstützt wird die Werbe- und Verkaufs-Aktion auch mit einem Werbeclip.

Eine Frankfurter Bürger, Kunde bei Mainova,  schrieb per Mail am 02.11.2015 an das Unternehmen: „…Eine Information habe ich aber vermisst: Welche Sicherheit habe ich, dass Daten, die nach Kauf und Aktivierung eines der Produkte erzeugt und übertragen werden, nicht von Dritten – auch nicht von der Mainova oder den Herstellern der Geräte – ohne meine vorherige Zustimmung ausgelesen und ausgewertet werden können? In Ihrer Zuschrift erklären Sie lediglich sehr allgemein: ‚Die Zukunft kann kommen. Mit Mainova daheim. Mainova daheim bietet Ihnen alle Vorteile, die Sie von einer modernen Haussteue-rung erwarten: … Der Schutz Ihrer Daten steht an erster Stelle. Bei der Datensicherheit macht die Mainova keine Kompromisse… Ihre personenbezogenen Daten verwenden wir ausschließlich, um Ihre Anfragen zu beantworten oder Ihren Auftrag zu bearbeiten. Wir werden diese Daten weder an Dritte verkaufen noch anderweitig vermarkten. Sofern es für die effizientere Beantwortung Ihrer Anfrage erforderlich ist – und nur für diesen Fall –, erhält unser ServiceTeam administrativen Zugriff auf Ihr Smart Home-System.‘“

Der anfragende Bürger stellt fest: „Diese Erklärung ist aus meiner Sicht weder präzise genug noch stellt sie für mich ein überprüfbares und ggf. auch einklagbares Recht dar. Ich bitte daher um präzise, nachvollziehbare und justiziable Auskünfte zu dieser Seite Ihres Angebots.“

Trotz Erinnerungsmail vom 30.11.2015 schweigt sich die Mainova aus. Die Anfrage vom 02.11.2015 ist nach wie vor nicht beantwortet. Auf beide Mails gingen lediglich maschinell erstellte Eingangsbestätigungen ein. Das Schweigen der Mainova hat den anfragenden Bürger bewogen, sich an die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main zu wenden. Seine Hoffnung: Durch Veröffentlichung der Anfrage das Schweigen der Mainova zu beenden und die verlangten Auskünfte zu erhalten.

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