„Leben ist kein Algorithmus – Solidarische Perspektiven gegen den technologischen Zugriff“ – eine Konferenz in Köln vom 30.09 – 02.10.2016

datenschutzrheinmain/ Juli 10, 2016/ alle Beiträge, eGk - e-Health-Gesetz - Telematik-Infrastruktur, staatliche Überwachung / Vorratsdatenspeicherung, Veranstaltungen / Termine/ 0Kommentare

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Im Einladungstext zu dieser Konferenz ist zu lesen: „Die Wellen informations-technologischer Entwicklungen greifen in immer kürzeren Abständen in unser Leben ein: Es geht um Daten, Daten und nochmals Daten. Google, facebook und deren Verwandte, die ‚Nachrichten‘dienste aller Länder, saugen unsere Daten ab. Oft kommt dieser Zugriff erst mal unverdächtig daher: das Bargeld soll abgeschafft werden zugunsten elektronischer Transfers, die vermeintlich der Kriminalitätsprävention dienen sollen, jedoch die Ökonomie möglichst Aller komplett transparent machen würden. Gadgets wie google glass, Fitnessarmbänder oder Smartphones – Sensoren der Erfassung und des Zugriffs auf unser (öffentliches) soziales Miteinander bis hin zur (Selbst)kontrolle unserer Körperfunktionen rücken uns zunehmend auf die Pelle. Auch das Internet der Dinge – internet of things – gehört dazu, das aus harmlosen Haushaltsgeräten Spione und Denunzianten im privaten Lebensbereich macht. Die im unscheinbaren Kleid der „Industrie 4.0“ daherkommende massive Umwälzung der Arbeitsprozesse werden Millionen Menschen aus der Erwerbsarbeit drängen und vor existenzielle ökonomische Probleme stellen. Diese Liste ließe sich noch um einiges erweitern: Gentechnik, Drohnen, Cyberwar, Künstliche Intelligenz … Big Data ist der Euphemismus dafür, Big Theft (Diebstahl) wäre ehrlicher. Überwachung ist ein klassisches Herrschaftsinstrument, jetzt ist es gelungen, daraus auch noch ein erfolgreiches business-model zu machen…“

In einer Vielzahl von Workshops stehen unterschiedlichste gesellschaftspolitische und technische Themen rund um Big Data zur Diskussion. Eine davon mit dem Thema Gesundheit – ein Markt der Begehrlichkeiten. Silja Samerski (Uni Bremen/Oldenburg) forscht zu diesem Themenkomplex und ist Referentin in diesem Workshop. Rolf D. Lenkewitz, „Arbeitsgemeischaft gegen die elektronische Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur“ ist ein weiterer Referent.Soie behandeln Themen wie

  • Vorausberechnen statt verstehen – predictive policing in der Medizin;
  • Die gesichtslose Patientin – Wie Menschen hinter Datenprofilen verschwinden;
  • Elektronische Gesundheitskarte und Telematik-Infrastruktur im Zeichen von Big Data;
  • Ambient Assisted Living.

Die Veranstalter der Konferenz – das ist dem Veranstaltungsreader zu entnehmen – kommen aus dem linksautonomen politischen Spektrum.

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