Autos sind in puncto Datenschutz die übelste Produktkategorie, die wir je getestet haben…

Powidatschl/ September 17, 2023/ alle Beiträge, Verbraucherdatenschutz/ 0Kommentare

stellen drei Mitarbeiter*innen der Mozilla-Foudation in einem am 04.09.2023 veröffentlichten Beitrag fest. Sie haben 25 Automarken, darunter Audi, BMW, Fiat, Ford, Mercedes, Nissan und VW darauf untersucht, was es für die Privatsphäre der Insass*innen dieser Fahrzeuge bedeutet, nicht nur einen PKW, sondern auch einen Computer zu fahren. Für jede dieser Automarken ist eine detaillierte Bewertung sowie Tipps zur „Schadensbegrenzung“ veröffentlicht.

Im Ergebnis stellen die Autor*innen der Studie fest:

  • Allen 25 Automarken in unserem Test haben wir den *Datenschutz nicht inbegriffen-Warnhinweis verliehen. Damit sind Autos in puncto Datenschutz ganz offiziell die übelste Produktkategorie, die wir je geprüft haben.“
  • Autohersteller können persönliche Daten sammeln, indem sie beobachten, wie Sie mit Ihrem Auto interagieren, über die verbundenen Dienste, die Sie in Ihrem Auto nutzen, und über Fahrzeug-Apps (die Tür und Tor zu Daten auf Ihrem Handy öffnen). Zudem können sie von Drittquellen wie Sirius XM oder Google Maps zusätzliche Daten über Sie beziehen. Chaos pur! Die Art und Weise, wie Autohersteller Ihre Daten sammeln und weitergeben, ist so umfangreich und kompliziert, dass wir einen ganzen Artikel darüber geschrieben haben. Die Quintessenz ist: Autos können in riesigen Mengen intimste Details über Sie zusammentragen, von medizinischen und genetischen Daten oder Ihrem Sexleben (kein Witz!) über Informationen, wie schnell und wohin Sie fahren, bis hin zu Ihrer Lieblingsplaylist für unterwegs. Diese Informationen werden dann verwendet, um durch ‚Rückschlüsse‘ auf Ihre Intelligenz, Fähigkeiten und Interessen weitere Daten über Sie zu generieren.“
  • Am meisten Sorgen macht uns, dass wir nicht einmal wissen, ob überhaupt eine der geprüften Marken alle persönlichen, im Auto gespeicherten Daten verschlüsselt. Das wäre das absolute Minimum…“

Zu den Fragen

  • Warum schneiden die Autos in unserem Test beim Datenschutz so schlecht ab?
  • Und warum bleiben sie so weit hinter unseren Standards zurück?“

benennen sie folgende Gründe:

  • Sie sammeln zu viele persönliche Daten (gilt für alle 25 Marken);
  • die meisten (23 von 25) geben Fahrer*innen wenig bis keine Kontrolle über ihre persönlichen Daten;
  • die meisten (21 von 25) geben Ihre Daten weiter oder verkaufen sie.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*