Videoüberwachung und die Brandkatastrophe von Crans-Montana (Schweiz) in der Neujahrsnacht

CCTV-NeinDanke/ Januar 29, 2026/ alle Beiträge, Internationales, Videoüberwachung/ 0Kommentare

Die Walliser Zeitung vom 27.01.2026 berichtet dazu über Unsäglichkeiten unterschiedlichster Art vor, während und nach der Brandkatastrophe im Schweizer Kanton Wallis:

Crans-Montana ist Vorreiterin bei der umstrittenen Video-Überwachung im öffentlichen Raum und propagiert diese aktiv. Die Gemeinde hat sich vehement für Videoaufzeichnungen eingesetzt und betonte deren Nützlichkeit… Crans-Montana hat hunderte Kameras im öffentlichen Raum, über 250 Kameras an der Zahl…

Wie Recherchen der NZZ aktuell ans Licht bringen, wurden hunderte Aufnahmen von Videokameras in Crans-Montana… gelöscht. Somit können die Geschehnisse rund um die Bar „Le Constellation“ nicht mehr nachvollzogen werden, obwohl Video-Kamera-Material vorhanden ist beziehungsweise vorhanden war…

Das polizeiliche Reglement der Gemeinde Crans-Montana besagt, daß Video-Überwachungs-Aufnahmen bei Ermittlungsbedarf länger als die übliche Woche aufbewahrt werden müssen. Und daß bei einem furchtbaren Jahrhundert-Ereignis oder sogar Jahrtausend-Ereignis  Ermittlungsbedarf vorhanden ist, ist ja wohl offensichtlich klar. Weiter erlaubt der kantonale Datenschutzbeauftragte des Wallis bei strafrechtlichen Angelegenheiten eine Speicherung von 100 Tagen. Doch die Videos wurden von der Gemeinde Crans-Montana schon nach Tagen automatisch gelöscht als hätte es kein schlimmes Ereignis, keinen Anlaß gegeben, die Videos zu sichern, wie es ausdrücklich vorgeschrieben ist…

Es kommt erschwerend hinzu, daß die Opferanwälte die Staatsanwaltschaft aufgefordert hatten, die Videos zu sichern. Etwas, was die Staatsanwaltschaft Wallis von sich aus machen hätte müssen machte sie offenbar erst auf Druck der Opferanwälte, nachdem bereits aber alles gelöscht worden war…

Doch nicht nur Videos von den öffentlichen Kameras sind nicht mehr vorhanden, auch die private Video-Überwachung in der Bar ‚Le Constellation‘ ist zurückhaltend formuliert sehr seltsam. Während Betreiber Jacques Moretti sagte, das Videoüberwachungs-System sei just 3 Minuten vor dem verheerenden Brandausbruch abgestürzt, sagt der Einsatzbericht der Kantonspolizei Wallis etwas anderes. Im Einsatzbericht ist die Chronologie auf Zeitstempel der Barkameras gestützt. Getränke-Bestellungen von Chamapagner-Flaschen mit Pyrofontänen werden bis 1.26 Uhr dokumentiert. Somit kann kaum stimmen, daß die Videoüberwachung Minuten vor dem Brandausbruch abgestürzt war…“

Ein tödliches Possenspiel!

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