Universitätsklinikum Heidelberg: Der nächste Skandal – unverschlüsselte USB-Sticks werden zum “Transport” von Gesundheits- und Behandlungsdaten genutzt

gesunde_daten/ Januar 16, 2019/ alle Beiträge, Patientenrechte / Patientendatenschutz/ 0Kommentare

Die Rhein-Neckar-Zeitung meldet am 16.01.2019: “‘Datenklau’ musste das Universitätsklinikum Heidelberg jetzt einigen Patienten melden. Wie der Klinikumsvorstand den Betroffenen mitteilte, waren Mitte November aus einem verschlossenen Büro drei USB-Sticks entwendet worden, also kleine, mobile Datenträger, die an Computer angeschlossen werden können. Darauf befanden sich nach Angaben einer Kliniksprecherin Namen, Geburtsdaten und Informationen zu Infektionserregern, die bei den üblichen Screeninguntersuchungen von Patienten festgestellt worden waren. Betroffen waren insgesamt 287 Erkrankte… Das Universitätsklinikum hat seine Mitarbeiter nun noch einmal darauf eingeschworen, ‘die Nutzung von USB-Sticks auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren’. Sie werden angehalten, stattdessen für die Weitergabe von Daten das interne Kliniknetz zu verwenden. ‘Wir arbeiten an technischen Lösungen, dass die Sticks, wenn sie unbedingt genutzt werden müssen, nur mit Verschlüsselung funktionieren’, sagte die Kliniksprecherin der RNZ.”

Ein Ausbund an Fahrlässigkeit, der an Vorsatz grenzt!

Wer im Klinikalltag unverschlüsselte USB-Sticks zum “Transport” von Gesundheits- und Behandlungsdaten nutzt, gibt – unabhängig vom Diebstahl der drei USB-Sticks – täglich Gelegenheit zum Missbrauch von Patientendaten.

Ein Fall für den Landesdatenschutzbeauftragten von Baden-Württemberg!

Wie hoch wird diesmal das von Ihnen verhängte Bußgeld für den Verstoß gegen die DSGVO sein?


Quelle: 16.01.2019

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