Seit einem Jahr: Demonstrationen und Kundgebungen vor dem US-Spionagezentrum Dagger-Complex in Griesheim bei Darmstadt

Datenschutzrheinmain/ August 6, 2014/ alle Beiträge, Dagger-Complex Griesheim, NSA Skandal/ 0Kommentare

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Begonnen hatte es Mitte Juli 2013. Daniel Bangert, Begründer des NSA-Spion-Schutzbund, rief erstmals dazu auf, vor dem mit Stacheldraht und meterhohen Zäunen abgeschirmten US-Militäranlage Dagger-Complex in Griesheim bei Darmstadt mit einem „Spaziergang“ gegen die Überwachungsaktivitäten der NSA zu protestieren. Der Dagger-Complex, eine Einrichtung des US-Militärs auf der Gemarkung von Griesheim bei Darmstadt, ist vermutlich die größte europäische Dependance der National Security Agency (NSA).

Am 26. Juli 2014 fand wieder eine größere Demonstration vor dem Dagger-Complex statt. Mit freundlicher Genehmigung von Fantarais (Musiker und Teilnehmer an der Demonstration am 26. Juli 2014) veröffentlichen wir seinen Bericht auf seiner Homepage unter dem Titel NSA – Neues vom Dagger Complex.

„Großer Presserummel im beschaulichen Griesheim bei Darmstadt. Erneut hat Daniel Bangert mit dem NSA Spion Schutzbund und dem Bündnis Demokratie statt Überwachung zum Spaziergang zum Dagger Complex aufgerufen. Von dort aus werden nicht nur die Aktivitäten der amerikanischen Geheimdienste koordiniert, sondern wie mittlerweile bekannt ist, auch die Drohnen des us-amerikanischen Militärs gesteuert. Der NSA Spionschutzbund feierte auch seinen ersten Geburtstag, das interessierte sogar den Guardian.“

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(Foto: Fantareis – Reporter der britischen Zeditung Guardian interviewt Daniel Bangert).
Weiterlesen unter http://www.opposition24.de/de/content/nsa-neues-vom-dagger-complex.

Was die Willfährigkeit deutscher Behörden gegenüber den US-Spionageaktivitäten angeht, ereignete sich am Tag vor der Demonstration ein Zwischenfall, der Besatzermentalität, rechtsfreie Räume und eben diese Willfährigkeit deutlich macht.Ein Augenzeuge berichtet:

„Heute haben sich zwei Spionforscher am Dagger Complex aufgehalten um Voraberkundungen für die morgige Jubiläumsfeier des NSA Spion Schutzbund durchzuführen. Wie bei fast jedem Spaziergang tauchte auch die deutsche Polizei vor dem Gelände auf. Diesmal jedoch ereignete sich ein außergewöhnlicher und – meiner Meinung nach – äußerst bedenklicher Vorfall. Wie unlängst in Erfahrung gebracht wurde, gehört der öffentlich zugängliche Grünstreifen zwischen der Verkehrsstraße und dem Zaun des Dagger Complex noch zum Gelände der US-Armee. Die Polizei hatte heute erneut darauf hingewiesen und die Spionforscher dazu aufgefordert, ‚zu ihrer eigenen Sicherheit‘ auf die andere Straßenseite zu wechseln. Schließlich wolle ja niemand, dass sie ‚von der US-Militärpolizei nach amerikanischem Recht verhaftet oder gar in die USA verschleppt werden‘. Ob nun erst gemeint oder im Scherz behauptet, ein solcher Einschüchterungsversuch seitens der deutschen Polizei ist ein absolutes Novum. Bisher hatten die deutschen Beamten stets die Bürgerrechte der Spionforscher vor den Sicherheitskräften der US-Einrichtung verteidigt…“

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