Massives Datenleck in mehreren deutschen Onlineshops: Nutzerdaten jahrelang online

Datenschutzrheinmain/ Januar 14, 2022/ alle Beiträge, Verbraucherdatenschutz/ 0Kommentare

Mail- und Postadressen, Bestellinformationen, Telefonnummern und teilweise sogar Bankverbindungen: Mehr als eine Million Datensätze von schätzungsweise mehr als 700.000 Nutzern in ganz Deutschland sind von einer massiven Sicherheitslücke betroffen. Dadurch stehen sie seit mehreren Jahren ungeschützt im Internet. Darüber informierte die Tagesschau am 12.01.2022 auf ihrer Homepage. Im ARD-Magazin plusminus wurden am 12.01.2022 in einem 10-minütigen Beitrag Einzelfälle vorgestellt.

Die Tagessschau informiert in ihrem Beitrag: Die großen Plattformen… betreiben auf ihren Seiten auch Marktplätze. Dort bieten externe Händler ihre Produkte an. Um auf den Plattformen verkaufen zu können, verbinden die Händler über sogenannte Schnittstellen-Dienstleister ihr Warenwirtschaftssystem mit dem Online-Marktplatz. Die jeweiligen Plattformen stellen hierzu Schnittstellen zur Verfügung. Daran können die Dienstleister andocken. Sie verarbeiten sodann die Bestelldaten der Kunden für den Händler. In Deutschland gibt es rund ein Dutzend solcher Schnittstellen-Dienstleister. Bei einem von ihnen waren Daten ungeschützt. Von dem Datenleck sind folgende Marktplätze betroffen: Otto, Kaufland (ehemals real), Mediamarkt, Check24, Tyre24, idealo, Hood und CrowdfoxDie Lücke wurde bereits im Sommer 2021 von einem Programmierer entdeckt. Das Datenleck wurde zwar geschlossen, die betroffenen Kunden sind… aber bislang nicht darüber informiert worden… Die zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten haben den Fall um das Datenleck bereits untersucht. Dass die betroffenen Kunden seit Monaten nicht informiert worden sind, ist für Stefan Brink, den Landesdatenschutzbeauftragten von Baden-Württemberg, ein ‚schwerwiegender und skandalöser Vorgang‘…“

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